Sonntag, 16. Oktober 2005

Adelaide

Wir sind jetzt (endlich) aus dem heissen Outback wieder zurueck in der Zivilisation. Momentan in Adelaide. Hier gibts keine Fliegen, sehr moderate Temperaturen (wir frieren) und alles was ein Verbraucher-Herz begehren koennte, denn es ist ja keine kleine Stadt (knapp 2 Mio Einwohner).
Auf unserem Weg hierher haben wir 24h in CooberPedy verbracht, "Opal capital of the world". In der Tat kommen 95% des weltweiten Bedarfs an Opal aus Australien und davon 70% aus Coober Pedy. Es leben etwa 6000 Menschen dort und Wasser ist eines der groessten Probleme. Ausserdem ist der Ort nicht an das nationale Stromnetz angeschlossen und hat ein eigenes Dieselkraftwerk (und eine Windkraftanlage die immerhin 4% des Stromverbrauchs deckt). Es kommt einmal pro Woche eine grosse Lieferung fuer den lokalen Supermarkt. Das haben wir auch zu spueren bekommen, denn als wir Mittwoch abend einkaufen waren, gabs, na, kein Brot, fast keine Milch und solcherlei Produkte. Auf die Preise schlaegt sich das natuerlich auch nieder. Aber wir hatten eine exklusive Nacht im Underground Hostel: Eine Mine, die als Wohnraum fungiert. Wir fanden es etwas kuehl, aber das ist der Grund warum 60% der Einwohner in solchen "Dugout" wohnen. Die Temperatur ist ueber das Jahr sehr konstant; an der Oberflaeche sind Schwankungen von 70degC zu verzeichnen. Opale werden in Haufen angeboten, fuer derlei Schmuck hatten wir allerdings kein Budget.
Nun sind wir schon zwei Tage lang in Adelaide und werden wohl bald Arbeiten gehen. Ich bin momentan alleine hier, Lydia ist schon nach Barmera gefahren um dort nach arbeit zu fragen. Ich werde ihr in drei Tagen folgen.
Morgen gibt's vermutlich neue Bilder, freut euch drauf.

Von unserer Mulgas Tour zu Ayers Rock und co. gibts eine MSN Group mit Bildern der verschiedenen Leute. Wer Lust hat kann ja dort auch mal vorbeischauen:
http://groups.msn.com/mulgadudes

Cya.

Dienstag, 11. Oktober 2005

Alice Springs 2...

Ja, wie wahr Steven. Wir hatten hier auch einiges zu tun.
Am Mittwoch sind wir also wie geplant mit der Tour zu Standley Chasm gefahren, um dort dann loszulaufen. Um 10 Uhr gings los. Zunaechst einmal 100m rauf und wieder runter, gerade recht zum aufwaermen, wobei, eigentlich waren wir schon warm bei wieder einmal 38degC im Schatten. Als wir dann wieder unten waren, sahen wir, dass man auch einfach durch Standley Chasm haetten durchlaufen koennen, das haette dann 45min weniger gedauert und 50cal weniger verbraucht. Aber dafuer sind wir ja nicht da! Jedenfalls war es dann wirklich nett zu laufen, nicht zu kompliziert. Bis wir zu einer Weggabelung kamen und uns zwischen der Kammwanderung und der niederen Passage entscheiden konnten. Fuer mich stand schon vorher fest das es der Kamm sein wuerde. Auf geht's! Die ersten 50hm (Hoehenmeter) waren in Ordnung, doch dann ging es wirklich in 45deg hoch, fuer die naechsten 100hm etwa. Da muss man sich dann wirklich aeusserst konzentrieren und die Haende zu Hilfe nehmen. Zumal der schwere Rucksack einen auch eher behindert. Aber wir haben das gut gemeistert und weiter gings mit etwa 10deg. Dann hatten wir schon eine verheissungsvolle Kuppe vor, unsere Erloesung. Dachten wir. Aber wir hatten doch erst 2/3 der maximalen Hoehe (300m ueber der Ebene) erreicht. Der Rest war aber nicht besonders schwer, nur eben anstrengend. Von oben wurden wir dann mit einer atemberaubenden Aussicht ueber die Ranges belohnt. Der Abstieg war zum Glueck nicht besonders steil und daher einfach zu meistern. Jetzt ging es nur noch 5km ueber fast ebenes Land bis zum Zeltplatz. Wir haben noch eine tote und total gefressene (bis auf das Leder und Knochen) Kuh gefunden, das war ein Schreck aus dem stupiden Fuss vor Fuss setzen. Nach 7h inklusive Pausen waren wir am Ziel. Verschiedenen Quellen zufolge waren es heute 12-18km. Kam uns eher vor wie etwa 16km. Am Zeltplatz waren wir ganz allein, und laut Logbuch auch die ersten Leute seit dem 29.09.
Die Nacht war ruhig, allerdings konnte ich nicht sehr gut schlafen. Am Morgen sind wir ohne zu Fruehstuecken aufgebrochen um die kuehlere Zeit zu nutzen. Um 7 Uhr waren wir also chon unterwegs. Die Etappe fuer heute sollten nur 12km ueber ebenes Land sein. Und in der Tat, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von flotten 4km/h waren wir um 10 Uhr bereits da. Aber da es auch hier nur so von Fliegen wimmelte und die Sonne abermals auf uns runter brannte und alles absolut heiss und trocken war, hatten wir keine Lust hier den Tag zu verbringen. Also haben wir uns aufgemacht zu Simpsons Gap. Weiter 12km lagen vor uns. Mit zunehmender Hitze wurden wir langsamer, und die kurzen Trinkpausen trugen auch dazu bei. Das hat jetzt wirklich keinen Spass mehr gemacht, und ich sah es als grossen Fehler an, hier her gekommen zu sein. Wir standen beide kurz vor dem Zusammenbruch, die Hitze und die Sonne waren wirklich unertraeglich. Und in dieser Umgebung sollte der Koerper auch noch etwas leisten! Irgendwie geht es natuerlich immer weiter, solange man nicht das Bewusstsein verliert. OK, um 15 Uhr hatten wir es geschafft. Da die naechste Etappe zurueck nach Alice noch einmal 24km durch flaches, langweiliges Land in praller Sonne gewesen waeren, haben wir uns entschieden hier abzubrechen. Also den naechst besten Touristen angesprochen (Simpsons Gap ist zum Glueck per Auto erreichbar) und wir hatten Glueck, er hat uns zurueck nach Alice mitgenommen und uns direkt vor unserem Hostel abgesetzt. Soviel dazu.

Am naechsten Tag haben wir nach laengerer Diskussion eine Tour zu Ayers Rock und co gebucht, bereits fuer Samstag. Wie sich herausstellen sollte, war das tatsaechlich eine gute Entscheidung, denn unser Tour Guide war wirklich sehr lustig und nett und vor allem kannte er sich offensichtlich fuer einen weissen sehr gut mit der Aboriginal-Kultur aus. Er hat uns dann auch einiges davon erzaehlt, was sehr interessant war. Wir haben Kings Canyon, Kata Tjuta (The Olgas) und Uluru (Ayers Rock) angeschaut. Die Tour dauerte 3 Tage und wir haben in Swags(?) unter freiem Himmel uebernachtet. Vor allem Kings Canyon, wenn auch nicht so bekannt, war schoen. Uluru war auch sehr beeindruckend, und ich bin auch raufgeklettert, auch wennman darauf nicht unbedingt stolz sein kann. Das ist, weil die "Eigentuemer" (Aborgigines) den Stein als heilige Staette betrachten und eignetlich nicht wollen, dass man darauf herumklettert. Aber die Aussicht war es wert und ausserdem wieder eine gute Erfahrung mehr im Leben.
Bilder davon gibts bald, dazu brauche ich nur wieder mal ein voll funktionsfaehigen PC.

Das genuegt jetzt erst mal wieder. Vermutlich werde ich in Zukunft nicht mehr so haeufig schreiben, die Internetkosten schlagen langsam wirklich zu buche.

Machts gut und bis bald, Marcel.

Dienstag, 4. Oktober 2005

Alice Springs 1

Wir sind wie der Titel schon verraet in Alice Springs zur Zeit. Wir werden wohl auch noch eine etwas laengere Zeit hier sein, nicht weil die Stadt so toll ist, sondern weil wir einiges vorhaben in der Umgebung. Die Stadt an sich ist eher maessig, tagsueber haben wir hier ueber 35degC, da will man sich eigentlich nicht mehr gross bewegen, und nachts freut man sich ueber laue 25degC, auch wenn diese Temperatur das schlafen nicht gerade erleichtert.
Morgen geht's dann endlich los, da werden wir fuer vier Tage eine Wanderung in den West MacDonnell Ranges machen - mit unserem neuen Zelt, dass wir uns gekauft haben! Ob wir da mit der Hitze zurechtkommen, wird sich zeigen. Auf Schatten brauchen wir jedenfalls nicht zu hoffen. Daher soll man auch in der Zeit zwischen 11 Uhr und 15 Uhr nicht laufen. Bei einer Laufzeit von 10h fuer den ersten Abschnitt muss man sich fragen, wie man das denn schaffen soll? (Hinweis: Um 19 Uhr ists hier dunkel)
Ich kann jetzt auch endlich mal von einer Begegnung mit einer richtigen Spinne berichten: Auf dem Balkon in unserem Hostel haben wir an der Decke eine Huntsman (http://www.amonline.net.au/factsheets/huntsman_spiders.htm) entdeckt (Im Link eine "Common Huntsman"). Die Spannweite wuerde ich auf 10-12cm schaetzen. Lydia konnte sich dann zwar nicht mehr auf diesem Balkon entspannen aber bei mir ueberwog die Freude, endlich mal eine richtige "Tarantel" gesehen zu haben. Nachher muss ich gleich nachschauen, ob sie noch da ist.
Auch etwas kurioses ist, dass es im Hostel Maeuse oder aehnliches geben muss. Jedenfalls wurden unsere Haferflocken und Kekse angefressen - durch die Verpackung hindurch und ohne das wir etwas davon mitbekommen haetten!

So jetzt muss ich aufhoeren, mir laeuft die gekaufte Zeit aus. Tschuess!

Donnerstag, 29. September 2005

Hinchinbrook Island/Mt. Isa

Hallo.
Wir sind jetzt schon einige Tage von unserer Bushwalking-Tour zurueck, und jetzt wird's mal wieder Zeit fuer einen neuen Eintrag.
Zusammenfassend laesst sich schonmal sagen, die Tour hat sich wirklich gelohnt, auch wenn die Faehren unverschaemt teuer waren.
Das laufen war sehr anstrengend mit dem schweren Rucksack, wir mussten ja alles mitschleppen. Aber es war auch nicht zu schlimm, die Laufzeiten fuer die einzelnen Tagesabschnitte lagen bei nur 4-5h. Da wir allerdings immer ohne wirkliche Pause durchgelaufen sind, hatten es diese schon in sich und man war immer froh, am Campground angekommen zu sein. Die Insel ist wirklich noch unberuehrte Natur, da wimmelts vor Viehchern. Leider auch von Mosquitos und Bremsen. Die Mosquitos liessen sich immerhin mit dem Insektenschutzmittel abhalten, aber die Bremsen und so komische Stechfliegen nicht. Ich glaube, ich war noch nie so sehr verstochen wie hier. Allein am rechten Ellbogen hab ich 15 Stiche gezaehlt. Man gewoehnt sich dran, kratzt ab und zu mal und dann geht's ja auch wieder weg. Groesseres Getier wie Krokodile haben wir leider nicht gesehen (vllt. wars auch besser so), nur die ueblichen Echsen die dann immer schoen auf einen Baum fluechten um sich betrachten zu lassen.
Das abgefahrenste war am zweiten Tag, als wir durch einen Sumpf sind und auf einer Strecke von ca. 50m alles, aber wirklich alles von braunen Faltern (wie dunkle Nachtfalter) voll war. Wenn man durchgelaufen ist, sind die alle losgeflogen, immerhin konnten sie ganz gut fliegen und haben sich nicht auf uns gesetzt. Ihr koennt euch das nicht vorstellen, aber ich habe ein Viedeo gemacht und werde ein Bild mit den naechsten reinstellen.

Inzwischen sind wir schon gute 1000km landeinwaerts gereist und sind momentan in Mt.Isa. Hier gibt's jetzt so kleine Fliegen, man fuehlt sich wie eine Kuh, da sich diese immer ins Gesicht setzen und am Augenrand rumlaufen. SEHR stressig sag ich euch. Ansonsten haben wir hier schon rote Erde und es ist sehr heiss und trocken. In der Regenzeit muss es hier allerdings auch mal richtig runterhauen, es gibt hier immer diese riesigen Wasserablauefe und auch richtig viele ausgetrocknete Fluesse...

Bis dahin, macht's jut in Deutschland.

Mittwoch, 21. September 2005

Neue Bilder.

Ohne viele Worte:

http://www.kodakgallery.com/BrowsePhotos.jsp?&collid=46701461408

Viel Spass.

gis ist DU

...und booty ist auch dabei.

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