Alice Springs 2...
Ja, wie wahr Steven. Wir hatten hier auch einiges zu tun.
Am Mittwoch sind wir also wie geplant mit der Tour zu Standley Chasm gefahren, um dort dann loszulaufen. Um 10 Uhr gings los. Zunaechst einmal 100m rauf und wieder runter, gerade recht zum aufwaermen, wobei, eigentlich waren wir schon warm bei wieder einmal 38degC im Schatten. Als wir dann wieder unten waren, sahen wir, dass man auch einfach durch Standley Chasm haetten durchlaufen koennen, das haette dann 45min weniger gedauert und 50cal weniger verbraucht. Aber dafuer sind wir ja nicht da! Jedenfalls war es dann wirklich nett zu laufen, nicht zu kompliziert. Bis wir zu einer Weggabelung kamen und uns zwischen der Kammwanderung und der niederen Passage entscheiden konnten. Fuer mich stand schon vorher fest das es der Kamm sein wuerde. Auf geht's! Die ersten 50hm (Hoehenmeter) waren in Ordnung, doch dann ging es wirklich in 45deg hoch, fuer die naechsten 100hm etwa. Da muss man sich dann wirklich aeusserst konzentrieren und die Haende zu Hilfe nehmen. Zumal der schwere Rucksack einen auch eher behindert. Aber wir haben das gut gemeistert und weiter gings mit etwa 10deg. Dann hatten wir schon eine verheissungsvolle Kuppe vor, unsere Erloesung. Dachten wir. Aber wir hatten doch erst 2/3 der maximalen Hoehe (300m ueber der Ebene) erreicht. Der Rest war aber nicht besonders schwer, nur eben anstrengend. Von oben wurden wir dann mit einer atemberaubenden Aussicht ueber die Ranges belohnt. Der Abstieg war zum Glueck nicht besonders steil und daher einfach zu meistern. Jetzt ging es nur noch 5km ueber fast ebenes Land bis zum Zeltplatz. Wir haben noch eine tote und total gefressene (bis auf das Leder und Knochen) Kuh gefunden, das war ein Schreck aus dem stupiden Fuss vor Fuss setzen. Nach 7h inklusive Pausen waren wir am Ziel. Verschiedenen Quellen zufolge waren es heute 12-18km. Kam uns eher vor wie etwa 16km. Am Zeltplatz waren wir ganz allein, und laut Logbuch auch die ersten Leute seit dem 29.09.
Die Nacht war ruhig, allerdings konnte ich nicht sehr gut schlafen. Am Morgen sind wir ohne zu Fruehstuecken aufgebrochen um die kuehlere Zeit zu nutzen. Um 7 Uhr waren wir also chon unterwegs. Die Etappe fuer heute sollten nur 12km ueber ebenes Land sein. Und in der Tat, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von flotten 4km/h waren wir um 10 Uhr bereits da. Aber da es auch hier nur so von Fliegen wimmelte und die Sonne abermals auf uns runter brannte und alles absolut heiss und trocken war, hatten wir keine Lust hier den Tag zu verbringen. Also haben wir uns aufgemacht zu Simpsons Gap. Weiter 12km lagen vor uns. Mit zunehmender Hitze wurden wir langsamer, und die kurzen Trinkpausen trugen auch dazu bei. Das hat jetzt wirklich keinen Spass mehr gemacht, und ich sah es als grossen Fehler an, hier her gekommen zu sein. Wir standen beide kurz vor dem Zusammenbruch, die Hitze und die Sonne waren wirklich unertraeglich. Und in dieser Umgebung sollte der Koerper auch noch etwas leisten! Irgendwie geht es natuerlich immer weiter, solange man nicht das Bewusstsein verliert. OK, um 15 Uhr hatten wir es geschafft. Da die naechste Etappe zurueck nach Alice noch einmal 24km durch flaches, langweiliges Land in praller Sonne gewesen waeren, haben wir uns entschieden hier abzubrechen. Also den naechst besten Touristen angesprochen (Simpsons Gap ist zum Glueck per Auto erreichbar) und wir hatten Glueck, er hat uns zurueck nach Alice mitgenommen und uns direkt vor unserem Hostel abgesetzt. Soviel dazu.
Am naechsten Tag haben wir nach laengerer Diskussion eine Tour zu Ayers Rock und co gebucht, bereits fuer Samstag. Wie sich herausstellen sollte, war das tatsaechlich eine gute Entscheidung, denn unser Tour Guide war wirklich sehr lustig und nett und vor allem kannte er sich offensichtlich fuer einen weissen sehr gut mit der Aboriginal-Kultur aus. Er hat uns dann auch einiges davon erzaehlt, was sehr interessant war. Wir haben Kings Canyon, Kata Tjuta (The Olgas) und Uluru (Ayers Rock) angeschaut. Die Tour dauerte 3 Tage und wir haben in Swags(?) unter freiem Himmel uebernachtet. Vor allem Kings Canyon, wenn auch nicht so bekannt, war schoen. Uluru war auch sehr beeindruckend, und ich bin auch raufgeklettert, auch wennman darauf nicht unbedingt stolz sein kann. Das ist, weil die "Eigentuemer" (Aborgigines) den Stein als heilige Staette betrachten und eignetlich nicht wollen, dass man darauf herumklettert. Aber die Aussicht war es wert und ausserdem wieder eine gute Erfahrung mehr im Leben.
Bilder davon gibts bald, dazu brauche ich nur wieder mal ein voll funktionsfaehigen PC.
Das genuegt jetzt erst mal wieder. Vermutlich werde ich in Zukunft nicht mehr so haeufig schreiben, die Internetkosten schlagen langsam wirklich zu buche.
Machts gut und bis bald, Marcel.
Am Mittwoch sind wir also wie geplant mit der Tour zu Standley Chasm gefahren, um dort dann loszulaufen. Um 10 Uhr gings los. Zunaechst einmal 100m rauf und wieder runter, gerade recht zum aufwaermen, wobei, eigentlich waren wir schon warm bei wieder einmal 38degC im Schatten. Als wir dann wieder unten waren, sahen wir, dass man auch einfach durch Standley Chasm haetten durchlaufen koennen, das haette dann 45min weniger gedauert und 50cal weniger verbraucht. Aber dafuer sind wir ja nicht da! Jedenfalls war es dann wirklich nett zu laufen, nicht zu kompliziert. Bis wir zu einer Weggabelung kamen und uns zwischen der Kammwanderung und der niederen Passage entscheiden konnten. Fuer mich stand schon vorher fest das es der Kamm sein wuerde. Auf geht's! Die ersten 50hm (Hoehenmeter) waren in Ordnung, doch dann ging es wirklich in 45deg hoch, fuer die naechsten 100hm etwa. Da muss man sich dann wirklich aeusserst konzentrieren und die Haende zu Hilfe nehmen. Zumal der schwere Rucksack einen auch eher behindert. Aber wir haben das gut gemeistert und weiter gings mit etwa 10deg. Dann hatten wir schon eine verheissungsvolle Kuppe vor, unsere Erloesung. Dachten wir. Aber wir hatten doch erst 2/3 der maximalen Hoehe (300m ueber der Ebene) erreicht. Der Rest war aber nicht besonders schwer, nur eben anstrengend. Von oben wurden wir dann mit einer atemberaubenden Aussicht ueber die Ranges belohnt. Der Abstieg war zum Glueck nicht besonders steil und daher einfach zu meistern. Jetzt ging es nur noch 5km ueber fast ebenes Land bis zum Zeltplatz. Wir haben noch eine tote und total gefressene (bis auf das Leder und Knochen) Kuh gefunden, das war ein Schreck aus dem stupiden Fuss vor Fuss setzen. Nach 7h inklusive Pausen waren wir am Ziel. Verschiedenen Quellen zufolge waren es heute 12-18km. Kam uns eher vor wie etwa 16km. Am Zeltplatz waren wir ganz allein, und laut Logbuch auch die ersten Leute seit dem 29.09.
Die Nacht war ruhig, allerdings konnte ich nicht sehr gut schlafen. Am Morgen sind wir ohne zu Fruehstuecken aufgebrochen um die kuehlere Zeit zu nutzen. Um 7 Uhr waren wir also chon unterwegs. Die Etappe fuer heute sollten nur 12km ueber ebenes Land sein. Und in der Tat, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von flotten 4km/h waren wir um 10 Uhr bereits da. Aber da es auch hier nur so von Fliegen wimmelte und die Sonne abermals auf uns runter brannte und alles absolut heiss und trocken war, hatten wir keine Lust hier den Tag zu verbringen. Also haben wir uns aufgemacht zu Simpsons Gap. Weiter 12km lagen vor uns. Mit zunehmender Hitze wurden wir langsamer, und die kurzen Trinkpausen trugen auch dazu bei. Das hat jetzt wirklich keinen Spass mehr gemacht, und ich sah es als grossen Fehler an, hier her gekommen zu sein. Wir standen beide kurz vor dem Zusammenbruch, die Hitze und die Sonne waren wirklich unertraeglich. Und in dieser Umgebung sollte der Koerper auch noch etwas leisten! Irgendwie geht es natuerlich immer weiter, solange man nicht das Bewusstsein verliert. OK, um 15 Uhr hatten wir es geschafft. Da die naechste Etappe zurueck nach Alice noch einmal 24km durch flaches, langweiliges Land in praller Sonne gewesen waeren, haben wir uns entschieden hier abzubrechen. Also den naechst besten Touristen angesprochen (Simpsons Gap ist zum Glueck per Auto erreichbar) und wir hatten Glueck, er hat uns zurueck nach Alice mitgenommen und uns direkt vor unserem Hostel abgesetzt. Soviel dazu.
Am naechsten Tag haben wir nach laengerer Diskussion eine Tour zu Ayers Rock und co gebucht, bereits fuer Samstag. Wie sich herausstellen sollte, war das tatsaechlich eine gute Entscheidung, denn unser Tour Guide war wirklich sehr lustig und nett und vor allem kannte er sich offensichtlich fuer einen weissen sehr gut mit der Aboriginal-Kultur aus. Er hat uns dann auch einiges davon erzaehlt, was sehr interessant war. Wir haben Kings Canyon, Kata Tjuta (The Olgas) und Uluru (Ayers Rock) angeschaut. Die Tour dauerte 3 Tage und wir haben in Swags(?) unter freiem Himmel uebernachtet. Vor allem Kings Canyon, wenn auch nicht so bekannt, war schoen. Uluru war auch sehr beeindruckend, und ich bin auch raufgeklettert, auch wennman darauf nicht unbedingt stolz sein kann. Das ist, weil die "Eigentuemer" (Aborgigines) den Stein als heilige Staette betrachten und eignetlich nicht wollen, dass man darauf herumklettert. Aber die Aussicht war es wert und ausserdem wieder eine gute Erfahrung mehr im Leben.
Bilder davon gibts bald, dazu brauche ich nur wieder mal ein voll funktionsfaehigen PC.
Das genuegt jetzt erst mal wieder. Vermutlich werde ich in Zukunft nicht mehr so haeufig schreiben, die Internetkosten schlagen langsam wirklich zu buche.
Machts gut und bis bald, Marcel.
gis - Di, 11. Okt, 09:12
3 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Steven (Gast) - Di, 11. Okt, 11:22
Klingt ja mal wieder alles sehr interessant - kann mir richtig vorstellen, wie ihr mit der Zunge auf dem Boden rumgewandert seid ;)
Aber sind doch echt gute Erfahrungen, die ihr da macht.
Ich geh dann mal ganz langweilig zu PP arbeiten und trinke einen Kaffee, während ihr am anderen Ende der Welt ganz andere Dinge macht - schon krass!
Euch 'ne gute Zeit und schreib, trotz Internetkosten (was löhnt das denn so?), bald wieder!
Aber sind doch echt gute Erfahrungen, die ihr da macht.
Ich geh dann mal ganz langweilig zu PP arbeiten und trinke einen Kaffee, während ihr am anderen Ende der Welt ganz andere Dinge macht - schon krass!
Euch 'ne gute Zeit und schreib, trotz Internetkosten (was löhnt das denn so?), bald wieder!
Schachi (Gast) - Do, 13. Okt, 17:24
nicht schlecht...
ich bin beeindruckt! wir hatten auch erst überlegt ob wir die wanderung machen, haben uns dann aber für die tour im bus entschieden (und wie mir scheint nicht zu unrecht :) )
aber ich habe echt vor allen respekt die es durchgezogen haben...
naja und zum thema uluru--> ich muß zu meiner schande gestehen, dass ich auch hoch geklettert bin (aber ich glaube es gibt schlimmeres...)
wie siehts bei euch jetzt aus? schaut ihr auch noch bei devils marble (schreibt man doch so oder?)) vorbei um n paar standard fotos zu schießen???
oder gehts bald weiter in richtung norden oder süden?
aber ich habe echt vor allen respekt die es durchgezogen haben...
naja und zum thema uluru--> ich muß zu meiner schande gestehen, dass ich auch hoch geklettert bin (aber ich glaube es gibt schlimmeres...)
wie siehts bei euch jetzt aus? schaut ihr auch noch bei devils marble (schreibt man doch so oder?)) vorbei um n paar standard fotos zu schießen???
oder gehts bald weiter in richtung norden oder süden?

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